Begriffe und Erläuterungen

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXZZahlenSonderzeichen

A   -   Zurücksetzen

Acta
Actum ut supra
Actus Apostulorum
Adolescens
Aetatis / ætatis suæ
Aich(t)er
Amtsschulze
Apoplexie
Aufwärterin
Auszehrung
Auszug
Avus

B   -   Zurücksetzen

Bader
Barchent
Benefizien
Blattern
Bronchiolitis
Büdner
Bürger
Buße

C   -   Zurücksetzen

Cantate
Cantonier Quartier
Catarrhalfieber
Cfr.
Commorans
Communicant

Compater
Confitentium / Confitent
Contra Sextua peccieren
Copulieren
C. serm. / Cum serm.
Ct. / ctra.
Cuj nomen (imposuit)
Cum consensu
Curia
Curriculum vitae

D   -   Zurücksetzen

Darstellung Jesu
Datum
D.d. (dd.)
De
Delirium tremens
Demenz
Denatus
Designatus
Diacon (Diakon) / Caplan
Dienstmann
Dingstuhl
Dispensation
Dom. / Dominica

E   -   Zurücksetzen

E.E.
Ehrlich
Ehrliches Testimonium
Ejusdem
E. m.
Eodem die
Epiphanias
Erbhüfner (-bauer)
Eskadron
Estomihi / Esto Mihi
Et
Ex
Exaudi

F   -   Zurücksetzen

Faktor
Feria
Fieberhafter Magen
filia / filius
filia relicta / filius relictus
Fl. / Gln.
Formstecher
Fraisen (Freißel, Fresel u.a.)
Fröner / Fronen

G   -   Zurücksetzen

Geminorum posterior
Geminorum prior
Geschwulst
Gevatter
Gln. / Fl.
Gründonnerstag
g. s. N.

H   -   Zurücksetzen

Halsbräune
Handfröner
Hausgenosse
Häusler
Hauslin
Hautboist / Hoboist
HE. / Hh.
Hic
Hora
Hornung
Hüfner, Ein-, Zweihüfner
Hujus
Husaren
Hutmann

I   -   Zurücksetzen

Ibidem (Abk.: ib.)
idem
Infans
Instmann
Inwohner

J   -   Zurücksetzen

Jgfr. / Jg.
Jubilate
Junger Gesell
Junior
Juramentum actu corporati
Juvenculus
Juvenis

K   -   Zurücksetzen

Kapitulant
Kirchenbuße
Kirchner
Kirchvater
Knecht
Kossäte / Kotsasse
Krahmer

Krüger

L   -   Zurücksetzen

Landschöppe
Legieren (Legat)
Lehnhüfner

Leiterer
Lichtmeß
Lohgerber

M   -   Zurücksetzen

Mälzer
Majorenn
Mannbar
Mariä Reinigung
Marita / maritus
Martini / Martinstag
Mater
Meisterknecht
Miles saxonicus
Minorenn
Misericordias Domini
Mstr.
Musketier / Musquetier(e)

N   -   Zurücksetzen

Nachbar
Namensrecht
Natale / natalis (dies)
Nativitas Domini
Natus
NB:

Nervenfieber
Nicolaus

NKWD
Nomen (nomine)
Nottaufe / Eil- o. Jähtaufe

O   -   Zurücksetzen

Obiit pauper
Obrist
Obristwachtmeister
Ortsarmer

P   -   Zurücksetzen

P.a.
Palmarum, Palmsonntag
Parentation
Parentes
Pascha(lia)
Pastor loci (P.L.)
Pater
Patrinus / Patrina
Pauli Bekehrung
Pentecoste
Peterstag in der Fasten
P.L.
Post / poste
Post Trinitatis
Post trinum Procl.
Pp. / P.p.
Praematurus / praematura

Proclamatio(n) / proclamieren

Q   -   Zurücksetzen

Quasimodogeniti
Quittungskarte

R   -   Zurücksetzen

Renatus / renata
Rezeß / Recess
Riemer

Rogate
Rotewehe
Rotgerber

S   -   Zurücksetzen

Schäferknecht
Schlag, Schlagfluß, Schlaganfall
Schultheiß
Schulze
Schutzverwandter / Inwohner / Einwohner
Schwulst
selig / seelig
Senior
Septuagesimae
Sequentes
Sexagesimae
Spurius, spuria
Stickfluß
Stud. S.S. Theol.

T   -   Zurücksetzen

Tagelöhner
Tageszeichen
Testimonium
Testis
Thlr.
Trinitatis

U   -   Zurücksetzen

Uchte
Ulanen
Ut
Uxor

V   -   Zurücksetzen

Vid.
Vide
Vidua / viduus
Virgo, virgina

Vocation

Vocem iucunditatis
Voigt / Vogt

W   -   Zurücksetzen

Wagner
Wehfrau / Wehmutter
Weiland / weyland

X   -   Zurücksetzen

Xstu.

Z   -   Zurücksetzen

Zeug / Zeugmacher
Zeugnis video
Zinsmeister
Zuchthaus

Zahlen   -   Zurücksetzen

6. Gebot
7br(is) / VIIbr(is)
8br(is) / VIIIbr(is)
9br(is) / IXbr(is)
10br(is) / Xbr(is)

Sonderzeichen   -   Zurücksetzen

Ψ (Psi)

 




 

6. Gebot
Die Bibel, 2. Buch Moses, Kap. 20,14: Du sollst nicht ehebrechen.
Ehebruch bedeutete zunächst den Bruch der ehelichen Treue durch die Frau. Nach römisch-rechtlicher Anschauung, aber auch nach älterem deutschen Recht war nicht nur der Bruch der ehelichen Treue durch die Frau, sondern auch die Störung der fremden Ehe durch den Mann strafbar.
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7br(is) / VIIbr(is)
September (7 oder VII = septem; septem-bris = September)
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8br(is) / VIIIbr(is)
Oktober (8 oder VIII = octo; octo-bris = Oktober)
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9br(is) / IXbr(is)
November (9 oder IX = novem; novem-bris = November)
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10br(is) / Xbr(is)
Dezember (10 oder X = decem; decem-bris = Dezember)
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Ψ (Psi)
Abkürzung für Psalm, Vers
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Acta

1. (Amts-)Handlungen, Taten, Werke, Verfügungen ("geschefnis, geschefftnis" lt. Glossarium Latino-Germanicum v. Laurentius Diefenbach, Frankfurt a.M. 1857, S. 10)

2. aufgezeichnete Verhandlungen, amtl. Protokolle, Akten, besonders von den Magistraten (acta magistratuum)

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Actum ut supra
geschehen wie oben
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Actus Apostulorum
Apostelgeschichte
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Adolescens
Jüngling, Heranwachsender, unverheiratet, jugendlich
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Aetatis / ætatis suæ
im Alter von / in seinem Alter von
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Aich(t)er
Eichmeister
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Amtsschulze
Dorfvorsteher im in einem Amte (z.B. Plauen) und Richter im Dorfgericht, dem Bauernding. Gleichzeitig oblag ihm die Verwaltung der niederen Gerichtsbarkeit (vgl. auch
Schultheiß).
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Apoplexie
Schlaganfall oder Gehirnschlag (Klinisches Wörterbuch, Pschyrembel, Walter de Gruyter Verlag Berlin, 256. Auflage, 1990, S. 104)
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Aufwärterin
Haushaltshilfe, Dienerin, Kellnerin (landschaftl. unterschiedliche Bedeutung)
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Auszehrung
Als Auszehrung wurde die allgemeine Schwäche, auch die Altersschwäche, bezeichnet. Insbesondere ist der Begriff jedoch mit der Lungentuberkulose besetzt.
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Auszug
Mit Auszug ist das Altenteil (Ausgedinge, Leibgedinge), die lebenslängliche Versorgung, die sich der Eigentümer eines ländlichen Anwesens bei der Übertragung des Anwesens an Kinder oder Anerben in dem Altenteilsvertrag sich und seiner Ehefrau ausbedingt, zu verstehen.
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Avus
Großvater
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Bader
auch Badstuber, Badstüber genannt; Besitzer oder Pächter einer öffentlichen Badestube. Die Badestuben waren von Anfang an "privilegirt". Sie gehörten zur öffentlichen Wohlfahrtspflege, ihre Anlage und Haltung bedurfte der obrigkeitlichen Genehmigung. Aus den Badergesellen, die sich ausschließlich mit Rasieren, Haarschneiden, Schröpfen und wundärztlichen Verrichtungen befaßten, ist der Beruf der Barbiere hervorgegangen.
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Barchent
Dichtes Gewebe aus Baumwolle oder aus Leinenkette mit Baumwollschuß in Köperbindung (Köperbarchent) oder Atlasbindung (Atlasbarchent). Die Stoffrückseite ist pelzartig gerauht.
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Benefizien
Vergünstigungen und Geldbeihilfen
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Blattern
Pocken, Variola vera, Inkubationszeit 10 – 14 Tage lt. Klinisches Wörterbuch, Prof. Dr. med, Dr. phil. Willibald Pschyrembel, Walter de Gruyter & Co., 1958, S. 910 - Der Begriff wurde auch für Masern und Hautausschlag verwendet.
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Bronchiolitis
Sonderform der Bronchitis (s.a. Bronchiolitis obliterans)
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Büdner
Bezeichnung für einen Kleinkrämer, der seine Ware in einer Bude (kleinem Häuschen) feilgeboten hat. In die Bude war auch die Wohnung eingebunden. In den kleinen Städten hatten die Büdner meist auch ein Stück Gartenland.
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Bürger
vollberechtigter Einwohner einer Stadtgemeinde, der den -eid geleistet hat und in das Bürgerbuch (-rolle) aufgenommen ist (im Gegensatz zu den Beiwohnern, Schutzverwandten, Schutzjuden u. Eximierten). Mit der Aufnahme als Bürger wurde der Bürgerbrief erteilt.
Neben den Bürgerrechten (z.B. das Gemeindewahlrecht, die Gemeingutnutzung) hatte der Bürger auch Bürgerpflichten. Hierzu gehörte u.a. die Loyalität gegenüber der Stadt. Mit dem Bürgerrecht war die Zahlung eines Bürgergeldes verbunden. Neubürger hatten den Nachweis ihrer Herkunft (z.B. durch Geburtsbriefe) zu führen und Bürgen zu stellen.
Der Ursprung des Bürgertums fällt ins 9. Jh., wo man die größte Sicherheit in befestigten Ortschaften erblickte; deren Verteidiger nannte man, wie die Dienstmannen der Burgen, Bürger, burgenses.
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Buße / Kirchenbuße
katholisch:
Das Sakrament, durch das der Sünder die verlorene Gnade wiedergewinnt. Sie besteht aus Zerknirschung des Herzens, Bekenntnis des Mundes mit Lossprechung durch den Priester und Genugtuung in Werken.
evangelisch:
Die Reformatoren lenkten zu der neutestamentlichen Auffassung zurück, doch erscheint noch in der Bekenntnisschrift der Augsburgischen Konfession die Buße als Sakrament neben Taufe und Abendmahl, und der lutherischen Privatbeichte ist der sakramentale Charakter nicht ganz verlorengegangen.
Die Buß- und Bettage sind evangelisch-kirchliche Feiertage mit dem Zweck, eine bußfertige Gesinnung zu wecken. Sie wurden bis zum Jahre 1892 dezentral von den einzelnen (Landes-)Kirchen festgelegt. Erst seit 1893 ist der Mittwoch vor dem letzten Trinitatissonntag kircheneinheitlich Buß- und Bettag.
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Cantate
4. Sonntag nach Ostern (lat., "singet"); nach Psalm 98, 1
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Cantonier Quartier
Truppenunterkunft
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Catarrhalfieber
Der Name Katarrh leitet sich aus dem Griechischen ab: κατά herab, ξέω fließe, von dem Nasenausfluß beim Schnupfen, der nach alter Meinung aus dem Gehirn herabfloß. Ein fieberhafter Katarrh ist am ehesten als Grippe zu kennzeichnen (
Klinisches Wörterbuch, Willibald Pschyrembel, Verlag Walter de Gruyter & Co, 1958, S. 414/415)
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Cfr.
confer(atur) = man vergleiche (auch cf., conf.)
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Commorans
wohnhaft
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Communicant
Teilnehmer am Abendmahl
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Compater
Pate, Gevatter
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Confitentium / Confitent
Confitentium: Abendmahlbuch
Confitent: Beichtender, Beichtkind
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Contra Sextua peccieren
gegen das 6. Gebot sündigen (verstoßen)
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Copulieren
die Ehe schließen
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C. serm.
mit einer Predigt
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Ct. / ctra.
contra = gegen
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Cuj nomen (imposuit)
dem/der er den Namen beilegte
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Cum consensu
mit Einverständnis, Zustimmung
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Curia

1. Hof, Kurie

2. Rathaus (mittelhochdeutsch, niederdeutsch: "hof, hoffe, rathuß" lt. Glossarium Latino-Germanicum v. Laurentius Diefenbach, Frankfurt a.M. 1857, S. 102)

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Curriculum vitae
Lebenslauf
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Darstellung Jesu
2. Februar
zur Erinnerung an die Darstellung Jesu im Tempel; d.h. Vorführung vor das Antlitz des Herrn im Tempel (vgl. Lukas 2, 22 ff.). Die katholische Kirche feiert am 2. Februar mit gleichem Quellenbezug Lichtmeß.
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Datum
Gegeben; Gabe, Geschenk, Spende
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D.d.
unter dem Datum des ....... (de dato)
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De
unmittelbar danach
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Delirium tremens
Vergiftungsdelirium durch Alkohol. Als Komplikation kann es zu einem Übergang in Koma und Tod infolge Kreislaufversagens kommen. Das Verhältnis der Todesfälle zu den Erkrankungsfällen beträgt etwa 5 v.H.

Die in früheren Zeiten gegebene Diagnose "Delirium tremens" kann zutreffen, kann jedoch auch auf die heute als Alzheimer-Krankheit bekannte Demenz vom Typ Alzheimer bezogen sein.

Die nach dem Breslauer Neurologen Alois Alzheimer benannte Krankheit war noch in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts allgemein unbekannt. Alois Alzheimer lebte von 1864 bis 1915. Er beschrieb die Symptome. Dennoch wird seine Name in der 7. Auflage von Meyers Lexikon aus dem Jahre 1924 noch nicht einmal erwähnt. Das Klinische Wörterbuch von Prof. Dr. med., Dr. phil. Willibald Pschyrembel aus dem Jahre 1958 widmete der Krankheit ganze 8 Zeilen und sprach von einer schleichend entstehenden starken »Verblödung«, Schmerzen in den Beinen und meist vereinzelten epileptischen Anfällen. In der 256. Auflage des gleichen Klinischen Wörterbuches aus dem Jahre 1990 wird die Krankheit ausführlich beschrieben (Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 256. Auflage, Walter de Gruyter – Verlag, 1990, S. 57).
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Demenz
Erworbene und bleibende Geistesschwäche bis zum vollständigen geistigen Verfall.
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Denatus
gestorben
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Designatus
ernannt, bestallt
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Diacon / Caplan
In der lutherischen Kirche wurde Caplan (Capellan) Titel für dem eigentlichen Pfarrer nachgeordnete Geistliche. Schon im 17. Jh. nannte man die Caplane Diakonen (diaconi).
Altpreußen: Durch Zirkular des Oberkonsistoriums v. 18. 04. 1817 wurde dieser Titel in "Prediger" geändert.
Seit Mitte des 19. Jh. versteht man unter Diakonen besonders die in den Brüderhäusern ausgebildeten nichttheologischen Helfer in Armenpflege usw.
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Dienstmann
Frühere Zeit: Vasall
Neuere Zeit: Person, die Botengänge verrichtet und kleine Lasten zu einem bestimmten Tarif transportiert.
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Dingstuhl
Gerichtsort, Dingstätte; ursprünglich wurde mit Dingstuhl der Herrenhof, auf dem für die vom Grundherrn abhängigen Bauern (Hintersassen) der gutsherrlichen Ansiedlungen Gericht abgehalten wurde, bezeichnet. In unserem heutigen Sprachgebrauch hat sich der germanische Begriff Ding oder Thing nur noch in den Redewendungen "aller guten Dinge sind drei" und "jemanden dingfest machen" erhalten.
Bei dem echten Ding traten die freien Volksgenossen (Dingpflichtige) in bestimmten Zeiten - meist dreimal jährlich - auch ohne Gebot zusammen; im Gegensatz hierzu wurde das gebotene Ding oder auch Bußding abgehalten.

In unserer heutigen Zeit wird lediglich im historischen Zusammenhang auf die germanischen Thingstätten, die Orte der Volks-, Heeres- und Gerichtsversammlungen, hingewiesen.
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Dispensation
Befreiung (vom Regelwerk), Ausnahmebewilligung
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Dom., Dominica
Sonntag
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E.E.
Euer Edlen
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Ehrlich
ehelich
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Ehrliches Testimonium
Zeugnis der ehelichen Geburt
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Ejusdem
im gleichen (Monat, Jahr)
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E. m.
ejusdem mensis = desselben Monats
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Eodem die
am gleichen Tage
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Epiphanias
6. Januar - Erscheinung Christi, auch Fest der heiligen drei Könige
Ein Epiphanienfest (Fest der Geburt und Taufe Christi) ist seit dem 3. Jh. bezeugt. Auch der Anbetung der Magier (Matth. 2, 1ff.) wurde dabei gedacht; als Rom das Geburtsfest Christi auf den 25. Dez. festlegte, trat diese im Abendland in den Vordergrund (Dreikönigsfest). Die evangelischen Kirchen feiern Epiphanias nur teilweise noch am 6. Jan., sonst am folgenden Sonntag, meist als Missionsfest
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Erbhüfner (-bauer)

Bauer, der ein erbliches Gut besitzt. Er erwarb seinen Hof erb- und eigentümlich - vgl. auch Hüfner

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Eskadron

Kleinste taktische Einheit der Kavallerie unter einem Rittmeister, bestand aus 4 zweigliederigen Zügen unter Leutnants als Zugführern.

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Estomihi / Esto Mihi
7. Sonntag vor Ostern, auch Quinquagesimae; lat. "Sei mir", nämlich: ein Hort
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Et
und
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Ex
aus
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Exaudi
6. Sonntag nach Ostern bzw. der Sonntag vor Pfingsten;
lat.: "Erhöre", nach dem Eingangsspruch des Tages (Ps. 27,7)
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Faktor

Altpreußen: Hausknecht, Ausläufer bei Kaufleuten

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Feria
Tag
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Fieberhafter Magen
Magenkatarrh
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filia / filius
Tochter / Sohn
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filia relicta / filius relictus
nachgelassene Tochter / nachgelassener Sohn
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Fl.
Abkürzung für Gulden (Fiorino)
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Formstecher
Beherrscht die Kunst, in Holztafeln erhaben stehende Muster zum farbigen Abdruck auf Kattun und andere Gewebe sowie auf Papiertapeten, Wachstuch usw. auszuschneiden; - Formschnitt, Holzschneidekunst
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Fraisen (Freißel u.a.)
Anfall, Krampf, Epilepsie, Tobsucht ([ahd. fraisa Schrecken]; Eklampsie der Kinder, bisweilen Vorstadium einer Epilepsie lt. Klinisches Wörterbuch v. Prof. Dr. med., Dr. phil. Willibald Pschyrembel, Walter de Gruyter & Co., Berlin 1958, S. 264)
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Fröner / Fronen
Die Fronen waren im weiteren Sinne Dienstleistungen, die Besitzer bestimmter Liegenschaften oder Bewohner eines Bezirks zum Vorteil eines Dritten ohne Lohn oder gegen geringe Vergütung zu leisten verpflichtet waren. Im engeren Sinne nennt man Fronen die Dienste an den Grund-, Guts- oder Leibherren. Sie trugen den Charakter unfreier Lasten.

Handfröner: Fronarbeiter, der ausschließlich Handdienste leisten mußte.

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Geminorum posterior
nachgeborener Zwilling
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Geminorum prior
erstgeborener Zwilling
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Geschwulst
Wassersucht (Bildung v. Ödemen und Aszites bei Herzinsuffizienz)
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Gevatter
Taufpate
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Gln.
Abk. für Gulden; Silbermünze und Währungseinheit seit Mitte des 17. Jh.. Feiner sächsischer Gulden = "Zweidrittelstück"
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Gründonnerstag
lat.: dies viridium, Tag der Grünenden; der Donnerstag in der Karwoche ist in der evangelischen und in der katholischen Kirche der Gedenktag der Einsetzung des heiligen Abendmahls. Die Ableitung, die Grundbedeutung des Wortes, ist unsicher. Wahrscheinlich bedeutet »Grünende« 'die wiederaufgenommenen Büßer'.
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g. s. N.
getauft unter (sub) dem Namen (nomen)
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Halsbräune
Diphterie, auch Krupp
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Hausgenosse
Hausgenosse war der Mieter einer Wohnung ohne besondere Rechte in der Dorfgemeinschaft.
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Häusler
Der Häusler war ein freier Dorfbewohner, der nur ein kleines Haus mit Gartenland und Vieh besaß und im Regelfalle als landwirtschaftlicher Tagelöhner arbeitete. Ihm war das Recht auf Nutzung der Gemeindeweide eingeräumt.
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Hauslin
Ehefrau
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Hautboist / Hoboist

1. frühere dienstliche Bezeichnung der Musiker bei der Infanterie; bei den Jägern hießen sie "Waldhornisten" zum Unterschied von den "Signalhornisten" aus den Mannschaften in Reih' und Glied (lt. "Was waren unsere Vorfahren", Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e.V., Königsberg/Pr. 1938)

2. Bläser der Oboen, früher Hauptinstrumente im Musikkorps, bis 1918 die Mitglieder der Regimentsmusik der deutschen Infanterie (lt. Meyers Lexikon, 5. Bd., Bibliographisches Institut, Leipzig 1926, Sp. 1619)

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Hh
Herrn
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Hic
hier (zeitlich): jetzt, nunmehr, da nun, hierauf
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Hora
Stunde
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Hornung
deutscher Name des Februars; auch uneheliches Kind
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Hüfner, Einhüfner

Bauer, der 1 Hufe Landes bewirtschaftet

Hufe (Hube, ahd. hụoba): alte deutsche Maßeinheit des bäuerlichen Grundbesitzanteils von landschaftlich verschiedener Größe; ursprünglich nur Bezeichnung für bäuerlichen Anteil an der Dorfgemarkung (1 Hufe = 7 - 15 ha.)

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Hujus
dieses (anni = Jahres, loci = Ortes, mensis = Monats)
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Husaren
Reiter (vom ungar. husz, "20", und ar, "Preis"); mit der Bedeutung kühner leichter Reiter ging der Name Husaren nach und nach in alle Heere über. Der beschnürte Rock (Dolman) gab ihnen die bekannte Uniform. Erst seit Ende des 17. Jh. bestehen dauernd Husarenregimenter.

In Preußen wurden 1721 die ersten Husaren aufgestellt. Friedrich der Große vermehrte sie und schuf das berühmte Husarenkorps (10 Regimenter).

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Hutmann

Allgemein:
Jemand, der hütet, der die Aufsicht führt

Landwirtschaft:
Viehhirte, Halter eines (Ziegen-)Bockes

Hinweis:
vgl. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, Verlag S. Hirzel, Leipzig 1877, 4. Band, 2. Abteilung, Spalte 1992

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Ibidem (Abk.: ib.)
daselbst, ebenda
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idem
gleich, gleichfalls, auch, ebenso
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Infans
Kind
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Instmann

1. Allgemein: Der Instmann war ein ländlicher Tagelöhner, gleichzeitig jedoch in einem patriarchalischen Verhältnis zum Bauern kontraktlich auf längere Zeit eng an den Gutsherrn gebunden. Die Instleute waren ohne Grundbesitz und wohnten auf dem Gut des Arbeitgebers. Sie hatten eine eigene Hauswirtschaft und waren verpflichtet, ihre Arbeitskraft dem Dienstherrn zur Verfügung zu stellen. Als Entgelt erhielten sie Naturalien (Wohnung, Land zum Anbau, Weidenutzung, Deputatgetreide etc.), die im Regelfalle den größeren Teil des Einkommens bildeten. Der kleinere Teil bestand aus Lohn in Geld.

2. Altpreußen: Ländlicher Arbeiter bei einem Gut oder Kölmer (freier Grundbesitzer i.V.m. dem Orden zu Kölmischen). Ursprünglich zahlen die Instleute Miete für Wohnung, Garten und einige Morgen im Felde, leisten mehrere unentgeltliche Scharwerkstage (Fronarbeit) und arbeiten im übrigen gegen ortsüblichen Lohn, so oft sie der Gutsherr braucht, andernfalls auch auswärts. Im 19. Jhrh. nähert sich die Stellung der Instleute immer mehr der des Gärtners, und schließlich verschwindet dieser ganz. Bei der nach 1850 sich herausbildenden Instenverfassung wird die Ackernutzung ("Instmorgen") beseitigt und schließlich die Deputatlöhnung eingeführt (vgl. Was waren unsere Vorfahren, Königsberg/OPr. 1938).

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Jgfr.
Abkürzung für Jungfrau
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Jubilate
(lat. "jauchzet"), Name des 3. Sonntags nach Ostern, nach Psalm 66, 1
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Junger Gesell
Junggeselle
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Junior
der Jüngere, jünger
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Juramentum actu corporati
Bürgereid

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Juvenculus
Knabe
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Juvenis
Junggeselle, Jüngling
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Kapitulant
Als Kapitulant galt bis zum Jahre 1920 eine Militärperson, die sich mit dem Ziel, Unteroffizier zu werden, mittels Dienstverpflichtungsvertrag über die gesetzliche Dienstzeit hinaus zu einer längeren Dienstzeit verpflichtete.
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Kirchner
Küster
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Kirchvater
Kirchenvorsteher
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Knecht
Geselle, Bediensteter
Die Berufsbezeichnung ist nicht mit dem heutigen Begriff des Knechtes vergleichbar. Der Knecht war in der damaligen Zeit allgemein ein (bei einem Meister arbeitender) Gehilfe oder ein Bediensteter. Auch heute ist der »Knecht Ruprecht« noch als der Gehilfe des Bischofs Nikolaus oder als Begleiter des Christkindes in der Volkskunde erhalten.
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Kossäte / Kotsasse
Kleinbauer, der nur ein kleines Haus und etwas Gartenland besaß und sich im Regelfall auf größeren Höfen als Tagelöhner verdingte. Auch der Viertelhofbesitzer ist als Kossäte bezeichnet worden.
Altpreußen:
Kleinbauer, der seinen Acker nicht in der bäuerlichen Flur, sondern in einem Seiten- oder Hinterschlag hatte und den Vollbauern nicht gleichstand. Andererseits zählte er nicht zu den Eigenkätnern, weil er ein Angespann hatte. Er kam in Ostpreußen nicht so häufig vor wie in Brandenburg und Schlesien; im Volksmund hieß er auch Pissaterbauer.
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Krahmer
Kleinhändler, Höker, Krämer
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Krüger
Altpreußen: versah den Dorfkrug, der im Eigentum des Königs oder privaten Grundherrn stand und nutzte dazu gewöhnlich einige Bauernhufen gegen Zins. Vom Kruge entrichtete er das Zapfengeld, später Getränkesteuer genannt, und war verbunden, Bier und Branntwein aus den "Propinationsanstalten" des Domänenamts bzw. des Ritterguts zu entnehmen (vgl. Was waren unsere Vorfahren, Königsberg/OPr. 1938).
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Landschöppe
Schöppe = Schöffe

Altpreußen: 

1. Beisitzer in einem der Landgerichte, die zur Ordenszeit in den Komtureien bestanden.

2. Richterlicher Beamter, der in der kurfürstlichen Zeit in den litauischen Schulzenämtern fungierte.

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Legieren (Legat)
ein Legat (Vermächtnis) aussetzen; auch: vermachen
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Lehnhüfner

Bäuerlicher Inhaber eines Lehns, dessen Obereigentümer (im Regelfalle) der Landesherr ist - vgl. auch Hüfner.

Lehn: Es war, allgemein, das älteste erbliche Nutzungsrecht an einer fremden Sache, das sich auf eine Verleihung seitens des Eigentümers gründet, die zugleich zwischen diesem und dem Berechtigten das Verhältnis gegenseitiger Treue fordert. In seinen Wurzeln geht es zurück bis in germanische Zeit (Vasall). Das Lehnswesen verschwand bis auf Reste durch die Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zu Beginn des 19. Jahrhunderts und die in den einzelnen Ländern erlassenen Ablösungsgesetze.

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Lehnhüfner

Bäuerlicher Inhaber eines Lehns, dessen Obereigentümer (im Regelfalle) der Landesherr ist - vgl. auch Hüfner.

Lehn: Es war, allgemein, das älteste erbliche Nutzungsrecht an einer fremden Sache, das sich auf eine Verleihung seitens des Eigentümers gründet, die zugleich zwischen diesem und dem Berechtigten das Verhältnis gegenseitiger Treue fordert. In seinen Wurzeln geht es zurück bis in germanische Zeit (Vasall). Das Lehnswesen verschwand bis auf Reste durch die Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zu Beginn des 19. Jahrhunderts und die in den einzelnen Ländern erlassenen Ablösungsgesetze.

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Leiterer

Fuhrmann eines Leiterwagens

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Lichtmeß
2. Februar; Mariä Lichtmeß ist jetzt nur noch katholischer Feiertag. Seine Bezeichnung geht auf die an diesem Tage stattfindende Kerzenweihe zurück (vgl. Lukas 2, 32). Er wird auch Mariä Reinigung zur Erinnerung an die Darstellung Jesu im Tempel (vgl. Lukas 2, 22 ff.) genannt. Die evangelische Kirche feiert in Anlehnung an den kath. Feiertag den 2. Februar als Darstellung Jesu.
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Lohgerber / Rotgerber
arbeitet mit pflanzlichen Gerbstoffen; gerbt Tierhäute mittels gerbstoffhaltiger Vegetabilien, besonders Lohe (insbes. Fichten- oder Eichenrinde); das Leder wird loh- oder rotgares genannt.
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Mälzer
Arbeiter der Mälzenbräuer, sie besorgen die Darren und das Malz (Brauknecht).
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Majorenn
groß-, volljährig, mündig (lat.)
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Mannbar
großjährig, heiratsfähig
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Marita / maritus
Ehefrau / Ehemann
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Martini / Martinstag
St. Martini, Martinstag = 11. November; kirchliches Fest, mit dem Gebräuche des heidnischen Herbstdankfestes (Martinsgans, -trunk) verbunden worden sind.

Martin von Tours, Heiliger, * 316, gest. 11. Nov. zwischen 397 und 401; Attribute: Bettler, Gans, Krieger, Mantel (Martin soll einem Armen die Hälfte seines Mantels gegeben haben).
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Mater
Mutter
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Meisterknecht

1. Geselle

2. ältester Gehilfe des Schäfers bei großen Herden

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Miles saxonicus

Sächsischer Soldat; seit dem Altertum bezeichnet "miles" den Soldaten. Im gleichen Sinne wird die Bezeichnung "miles" auch später (insbesondere im 17. und 18. Jahrhundert) in den Kirchenbüchern für die Mannschaften des Heeres gebraucht.

Im Gegensatz hierzu war im Mittelalter "miles" die Bezeichnung für Personen, welche die Ritterwürde erworben hatten.

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Minorenn

minderjährig, unmündig (lat.)

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Misericordias Domini

2. Sonntag nach Ostern (lat. "die Barmherzigkeit des Herrn"), nach Psalm 89, 2

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Mstr.
Meister
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Musketier
Fußsoldat, dessen Benennung von seiner ursprünglichen Hauptwaffe, dem Luntenschloßgewehr (ital. "Moschetto") hergeleitet ist. Obwohl schon seit der 2. Hälfte des 17. Jh. die Musketen mit Luntenschloß überall durch Gewehre mit Feuersteinzündung (fusil) ersetzt worden waren, hat sich noch über eine lange Zeit die Bezeichnung Musketier für die große Masse der Infanteriemannschaft erhalten.
Unter Friedrich dem Großen erreichten die Musketiere fünf Schuß in der Minute.
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Nachbar
Bauer auf eigener Scholle, Gemeindemitglied; in Sachsen geschlossener Personenkreis höherer Schicht innerhalb einer "Altgemeinde".
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Namensrecht
Es war früher nicht unüblich, die Vor-, aber auch die Familiennamen zu ändern oder zu verändern. Nach dem römischen Recht war der Name eine Privatangelegenheit, so daß ihn jeder beliebig wechseln und verändern konnte. Erst seit dem Ende des 18. Jahrhunderts wurde das römisch-gemeine Recht durch die partikulare Zivilgesetzgebung (besonders Allgemeines Preußisches Landrecht: »Landrecht bricht gemeines Recht«) mehr und mehr zurückgedrängt. Damit ist eine wichtige gesetzliche Grundlage für das Recht und die Pflicht zum Tragen des Namens geschaffen worden. Der aus dem Rufnamen und dem Familiennamen bestehende Gesamtname war nunmehr überall und endgültig durchzusetzen (vgl. auch Familiennamenbuch, herausgegeben von Horst Naumann, Bibl. Institut Leipzig, 1987, S. 14).
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Natale / natalis (dies)
geboren, Geburtstag
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Nativitas Domini
Geburt des Herrn; Weihnachten (25. Dezember)
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Natus
geboren
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NB:
nota bene = übrigens, merke wohl
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Nervenfieber:
Typhus; besonders bei Verlaufsarten mit wesentlicher Benommenheit, Delirien, Psychosen usw.
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Nicolaus
6. Dezember
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NKWD
НКВД: Als Nachfolger der sowjetischen Geheimpolizei OGPU am 10. 07. 1934 gegründet als »Volkskommissariat des Innern«. Bereits am 03. 02. 1941 ist die eigentliche sowjetische Geheimpolizei vom NKWD abgetrennt und als NKGB organisiert worden. Der NKWD wurde schließlich im März 1946 in MWD (Ministerium für Innere Angelegenheiten) umbenannt. Dieser, allmählich auf uniformierte Polizei und Paßwesen beschränkt, ist schließlich im Januar 1960 aufgelöst worden.
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Nomen
Namen
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Nottaufe / Eil- o. Jähtaufe
Ersatz der kirchlichen Taufe, spendbar durch jeden bei Lebensgefahr eines Ungetauften; ggf.auch gegen dessen Willen. Sie geschieht durch einfaches Übergießen des Kopfes mit Wasser unter gleichzeitigem Sprechen: "Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen"
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Obiit pauper
starb arm
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Obrist
Oberst
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Obristwachtmeister
Major
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Ortsarmer
Fürsorge- bzw. Sozialhilfeempfänger

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P.a.

1. per annum = das Jahr hindurch, jährlich

2. pro anno = fürs Jahr, aufs Jahr, jährlich

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Palmarum, Palmsonntag

Der christliche Feiertag Palmarum oder Palmsonntag (lat. Dominica palmarum) wird regelmäßig am Sonntag vor Ostern begangen. Er wird vom Palmenstreuen beim Einzug Jesu in Jerusalem (Matth. 21) abgeleitet. In der evangelischen Kirche ist er der Beginn der ernsten Karwoche und vielfach Konfirmationstag. Bei der teilweise noch bis 1800 erhaltenen Palmeselprozession wurde früher ein hölzerner Esel mit Christusfigur feierlich umhergefahren (Palmsonntagsprozession und Palmesel, Wiepen, 1903).
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Parentation
Totenfeier
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Parentes
Eltern
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Pascha(lia)
Ostern
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Pater
Vater
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Patrinus / Patrina
Pate / Patin
Glossarium Latino-Germanicum v. Laurentius Diefenbach, Frankfurt a.M. 1857, S. 417: des kinds pfetter, patte, pat, pade u.a.
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Pauli Bekehrung
25. Januar; In Conversione Pauli Apostolorum

Paulus: hellenist. Name für Saul, hebr. Schaul, Heidenapostel. Als strenger Pharisäer verfolgte er die junge Christengemeinde. Später war er feuriger Apostel der Messianität Jesu.
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Pentecoste
Pfingsten
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Peterstag in der Fasten
Petri Stuhlfeier; seit dem 6. Jh. (kath.) Fest zur Erinnerung an den von Petrus errichteten Bischofsstuhl in Antiochia
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P.L. (Pastor loci)
Ortspfarrer
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Post / poste
nach, danach, später
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Post Trinitatis
.... nach Trinitatis (Trinitatis: 1. Sonntag nach Pfingsten)
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Post trinum Procl.
nach dreimaligem Aufgebot
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Pp. / P.p.

1. praevia professione (Christum) = nach Verrichtung des Bekenntnisses (zu Christus) [Glaubensbekenntnis]

2. perge, perge! = alte Bezeichnung für usw.

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Praematurus / praematura

vorzeitig, frühzeitig, voreilig (hier: im Sinne einer Geburt kurz vor oder kurz nach der Trauung).

Prämaturität: Voreiligkeit, auch Zustand vor der Reife

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Proclamatio(n) / proclamieren
Aufgebot
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Quasimodogeniti
1. Sonntag nach Ostern
Bezeichnung nach dem Introitus 1. Petri 2,2; lat.: "Gleichwie die Neugebornen"
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Quittungskarte
Nachweis für entrichtete Beiträge zur Invalidenversicherung (später Arbeiterrentenversicherung). Die Beitragszahlung erfolgte zunächst (im Regelfalle) durch Einkleben und Entwerten von Beitragsmarken, später bei Pflichtversicherten durch Entgeltbescheinigungen der Arbeitgeber;
Träger der Invalidenversicherung: Landesversicherungsanstalten
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Renatus / renata
getauft (natus = geboren; renatus = wiedergeboren)
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Rezeß / Recess
Auseinandersetzung, Vergleich

hier: Stein-Hardenbergsche Reformen in Preußen

In Preußen war die Leibeigenschaft endgültig durch das Edikt vom 9. Oktober 1807 abgeschafft worden. Auch die übrige Abhängigkeit vom Gutsherrn wurde in der Folgezeit beseitigt und den Bauern durch Ablösung des Obereigentums oder durch Auseinandersetzung (Rezeß) mit den Gutsherren volles Eigentumsrecht eingeräumt worden. Jeder Bauer, der ein Pferd besaß, also spannfähig war, konnte als freier Eigentümer wirtschaftlich selbständig werden.

Der Rezeß und die planmäßige Durchführung der Ablösung, der Beseitigung aller beständigen Abgaben und Leistungen, die auf eigentümlich oder bisher erbpachts- oder erbzinsweise besessenen Grundstücken oder Gerechtigkeiten hafteten, sind mit den Stein-Hardenbergschen Reformen untrennbar verbunden. In der Praxis war es einerseits möglich, den unter Zugrundelegung von Normalmarktpreisen ermittelten Reinertrag der Berechtigung durch Bezahlung des 18fachen Betrages abzulösen. Zur Erleichterung der Ablösung wurden in Preußen durch das Gesetz von 1850 die Ablösungsbanken errichtet. Andererseits bestand für den nunmehr freien Bauern auch die Möglichkeit, dem früheren Gutsherrn als Entschädigung für die bisherigen Abgaben und Leistungen ein Stück seines Landes abzutreten.
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Riemer
grundsätzlich Sattler, doch wurden früher beide unterschieden. Sie ergänzten sich bei Herstellung der von ihnen gefertigten Gebrauchsgegenstände.
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Rogate
auch: Vocem iucunditatis, Dominica quinta post Pascha -

(lat., "bittet") - der 5. Sonntag nach Ostern, genannt nach den in der alten Kirche zu dieser Zeit üblichen Erntebittprozessionen; in der evangelischen Kirche Gebetssonntag
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Rotewehe
(rote) Ruhr
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Schäferknecht
Gehilfe des Schäfers
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Schlag, Schlagfluß, Schlaganfall

1. (meist) Apoplexie = Gehirnschlag

2. Herzschlag = plötzlicher Herztod

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Schultheiß

1. Dorfvorsteher, Verwalter der niederen Gerichtsbarkeit, der die Abgaben der Dorfsassen einzu»heischen« hatte.

2. Oberhaupt einer Stadt - gewöhnlich wurde der Lokator als solcher eingesetzt - und in der Regel auch Richter. Doch hatten manche Städte einen besonderen Richter neben dem Schultheiß. Das Schultheißenamt war anfangs meist erblich; später erlangten die Bürger das Recht, den Schultheiß zu wählen. Vom 15. Jhrh. ab kam die Bezeichnung Bürgermeister auf, neben dem der Richter fungierte. In einigen Städten aber gab es außer diesen beiden immer noch einen "Schulzen" unter den Ratsmitgliedern bis um das Jahr 1800 (Was waren unsere Vorfahren? Amts-, Berufs- und Standesbezeichnungen aus Altpreußen, Königsberg 1938).

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Schulze
vgl. Amtsschulze und Schultheiß

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Schutzverwandter / Inwohner / Einwohner
Schutzverwandter war ein Einwohner, der nicht das Bürgerrecht erworben hatte, aber einen gewissen Schutz durch das Gemeinwesen genoß. Ohne ein Heimatrecht zu besitzen, war ihm das Wohnrecht zuerkannt. Er durfte auch die allgemeinen Anstalten der Gemeinde benutzen. Als Schutzverwandte traten besonders die Gesellen, Lehrlinge, die Arbeiter und Tagelöhner in Erscheinung. Sie standen unter der Gerichtsbarkeit und Polizei der Stadt, leisteten den Schutzverwandteneid und durften kein bürgerliches Gewerbe selbständig betreiben. Der Stand eines Schutzverwandten war für viele angenehm, weil er frei war vom Druck der Zunft und den Verpflichtungen der Bürger, deren Lasten ihnen die Rechte nicht aufzuwiegen schienen.
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Schwulst
Krebs
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selig / seelig
verstorben
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Senior
der Ältere, älter
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Septuagesimae
9. Sonntag vor Ostern; Genitiv vom lat. septuagesima [dies], "der siebzigste" [Tag]
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Sequentes
die folgenden (z.B. Aufgebotssonntage)
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Sexagesimae
8. Sonntag vor Ostern; Genitiv vom lat. sexagesima [dies], "der sechzigste" [Tag]
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Spurius, spuria
unehelicher Sohn, uneheliche Tochter (nicht außerehelich!)

Stickfluß

1. übliche Erklärung: Asthma, Brustwassersucht

2. Lungenödem (Oedęma pulmonum); volkstümlich: Lungenlähmung, -schlag; Auscheidung reichlicher seröser Flüssigkeit in die Lungenbläschen, kommt bei schweren Herzschwächezuständen vor und ist oft ein Zeichen des nahenden Todes. Durch Erlahmung des linken Herzflügels bei relativer Leistungsfähigkeit des rechten häuft sich das Blut in den Lungengefäßen und läßt das Serum in die Bläschen sickern. Bei Nierenkrankheiten, besonders den zu Wassersucht neigenden, tritt es oft unvermittelt auf. Die Behandlung bestand u.a. in Aderlaß.

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Stud. S.S. Theol.
Studiosus sacro-sanctae theologiae = Student der heiligen Gottesgelahrtheit
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Tagelöhner
Unständig Beschäftigter, der gegen Tagelohn arbeitet.
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Tageszeichen


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Testimonium
Zeugnis
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Testis
Zeuge, auch Taufpate

Lt. Glossarium Latino-Germanicum v. Laurentius Diefenbach, Frankfurt a.M. 1857, S. 581: ge-zuge, -zug, -zuch, -zyck, testes deponere zeugnuß geben o. ynlegen u.a.
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Thlr.
Abkürzung für Taler
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Trinitatis
1. Sonntag nach Pfingsten (lat. festum trinitatis, Dreifaltigkeitsfest), seit 11. Jh. gefeiert
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Uchte
Morgendämmerung
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Ulanen
(tatar. Tapfere), mit Lanzen bewaffnete Reiterei, zuerst bei den Polen so genannt; Uniform: mit viereckigem Deckel versehene ursprünglich polnische Mütze (Tschapka) mit kurzschößigem Rock mit 2 Reihen Knöpfen und "polnischen" Ärmelaufschlägen.
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Ut
als (kausal)
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Uxor
Ehefrau, Gattin
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Vide
siehe (vgl.)
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Vidua / viduus
Witwe / Witwer
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Virgo, virgina
Jungfrau
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Vocation
Berufung in ein Amt
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Voigt / Vogt
Vertreter, Verwalter, Schirmherr, Patron, Kurator, Vorgesetzter, leitender Beamter
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Wagner
Wagenbauer, Stellmacher
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Wehfrau / Wehmutter
Hebamme
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Weiland / weyland
verstorben
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Xstu.
Christus
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Zeug / Zeugmacher
vielfältig verwendeter Begriff; z.B.

- Weberei: svw. Webstoff, Gewebe

- Zeugmacher: Hersteller von Gerätschaften (Werkzeug)

- u.a. Zeugmeister, Zeugamt u.v.a.;

vgl.. Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, 15. Band, Verlag S. Hirzel, Leipzig, 1956, S. 838

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Zeugnis video
Augenscheinaussage eines Zeugen
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Zinsmeister
Der Zinsmeister war ein unterer Beamter der Gemeinde. Ihm oblag das Einsammeln und Verrechnen der bäuerlichen Abgaben (Gefälle). Es handelte sich hierbei um bestimmte am Grund und Boden haftende Lasten, die von dem verpflichteten Grundbesitzer an den grundherrlichen Berechtigten in Naturalien oder Geld abzutragen waren.
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Zuchthaus
Anstalt für die schwerste Art der Freiheitsstrafe
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